Samstag, 29. März 2008

"Drillbit Taylor" und Slattery's

Heute (Freitag) vormittag wurde nochmal tüchtig gelernt bzw. wiederholt, und kurz nach dem Mittagessen bin ich dann zu meinem Economics-Exam aufgebrochen!

Nachdem nur Melinda (International Student vom IMC Innsbruck) und ich dieses Exam heute schreiben mussten, hat uns der Lektor kurzerhand mit in das echt große Office der Dublin Business School genommen. Dort oben, 4. Stock, wurden wir zwei in ein fensterloses "Verhörzimmer" gesetzt, in dem gerade mal ein Tisch und 6 Sessel herum, vorhanden waren. Keine Luftzufuhr. Die Krönung des Ganzen war dann noch, dass die eine Neonröhre einen Wackelkontakt hatte, und es somit immer wieder geblinkt und leise, aber doch eindringlich, vor sich hin geklickt hat. Da war die Konzentration gleich mal dahin und wir zwei haben erst mal lachen müssen über diese dumme Lampe. *gg*

Unser "Exam" hat aus 10 Multiple Choice - Fragen und 3 offenen Fragen bestanden. Jeweils 50%. Alles in allem einfach viel zu kurz, nachdem für dieses Exam 1 1/2 Stunden anberaumt waren, und ich nach einer halben Stunde nicht mehr wusste, was ich noch schreiben soll. Vom Schwierigkeitsgrad her hat es schon gepasst - es war halt nur irritierend, dass es gar so kurz war, aber naja, ich will mich ja auch nicht beschweren darüber!

....Danach noch ein bissal Tratschen und schon ging's weiter auf die O'Connell Street. Die Burschen hatten heute ihre Selling&Sales - Präsentation, und sollten auch bald fertig sein. Also habe ich mir mal die Zeit mit ein bisschen Shopping vertrieben! Kaum zu glauben, dass ich mir nichts gekauft habe, nachdem ich bis kurz nach 6 von Geschäft zu Geschäft gewandert bin....
Dann waren wir endlich zu dritt, und mein Hungergefühl war mittlerweile auch schon recht ausgeprägt. *gg* "Special House Mixed Seafood", wieder bei unserem Chinesen - mmmhhh, war das gut.....

....Danach dann gleich weiter ins Kino! Nach "Rambo" sollte man meinen, dass diesmal wieder ich mit der Filmwahl dran bin, aber irgendwie wurde ich überstimmt, und so wurde aus "Horton hears a Who" kurzerhand "Drillbit Taylor". Ich war von dieser Wahl anfangs nicht sehr begeistert, keine Ahnung warum - umso mehr war ich dann positiv überrascht, als sich der Film als echt lustig herausgestellt hat! :) Trotzdem ist als nächster Film mein "Horton" an der Reihe....

Danach sind wir dann einen Sprung zu den Burschen warme Jacken holen (die sind durch die Stadt mit ihrem Cord-Blazern gerannt - waren also echt recht kühl angezogen, da zieht ja auch gscheit der Wind durch). Dann wollten wir eigentich ins Toast, aber das war viel zu voll. Zum Glück haben wir dann aus einem Pub schräg gegenüber Live-Musik gehört, also sind wir einfach dorthin gegangen, ins Slattery's! Um den Weg ins obere Stockwerk zu finden, musste erst mal an der Bar nachgefragt werden - der Aufgang liegt aber auch total versteckt! *gg* Die Band war echt gut, und sehr angenehm zum Zuhören! Um halb 12 musste ich dann auch schon wieder los zu meinem letzten Bus....
Irgendwie angenehm, mal wieder etwas später nachhause zu kommen, nach der doch etwas längeren Abstinenz jetzt! ;)

Freitag, 28. März 2008

Die öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtzentrum Dublins

Wenn man hier in Dublin auf die Öffis angewiesen ist, dann hat man nicht viel Auswahl.
Da gibt es mal zum einen die zwei Luas-Linien (Straßenbahnen), die optimalerweise so angelegt sind, dass sie sich nirgendwo treffen, und zum anderen die allseits beliebten Dublin Busse, die dich in jede erdenkliche Richtung in Dublin/ Dublin Umgebung kutschieren. – Man sollte halt wissen, in welchen Bus man einsteigen muss, denn Buslinien gibt es hier wahnsinnig viele! Nachdem in mein Dubliner Außenviertel (Dublin 16) allerdings ausschließlich der 15er fährt, habe ich nicht wirklich eine Alternative….

….Was ja eigentlich kein Problem wäre, wenn der Bus pünktlich kommen würde. In 80% der Fälle hat er nämlich Verspätung – dies kann von den klassischen 5 Minuten bis zu einer halben Stunde variieren (wobei ich da nicht mehr von Verspätung, sondern von einem Ausfallen des Busses ausgehe). Tja, und in seltenen Fällen ist der Bus dann allerdings auch wieder pünktlich, und genau das bewegt einen auch dazu, jedes Mal pünktlich an der Haltestelle zu stehen und nicht schon von Haus aus 5-10 Minuten zu spät zu kommen.

Wenn der Bus dann schließlich kommt, muss man ihn zuerst einmal anhalten, als würde man per Anhalter mitfahren wollen – eigentlich eine recht sinnvolle Idee, nachdem es auf wirklich großen Bushaltestellen oft nicht ersichtlich ist, welche Wartenden jetzt auf welche Buslinie angewiesen sind und man so Zeit sparen kann, wenn man nicht bei jeder Station anhalten muss.

Woher weiß man allerdings, wann der Bus an dieser Station auftauchen wird? Der logischte Vorschlag wäre, doch einfach auf den Busfahrplan zu schauen. Im Fall der Dublin Busse ist das zwar gewissermaßen auch richtig, bringt aber unter’m Strich gar nichts: Die Zeiten, die auf den Fahrplänen der verschiedenen Linien angegeben sind, sind jene, zu welchen der Bus an der jeweiligen Anfangshaltestelle abfährt. An der Seite dieses Zeitplans hat man dann ein paar der Station aufgelistet, die der Bus während seiner Fahrt bis zur Endstation passiert (auch nicht alle Stationen, man will sich ja einen zeitlichen Spielraum lassen), und dazwischen steht jeweils „5 Minuten“ oder „10 Minuten“ usw. je nachdem, wie viel Zeit man zu der ursprünglichen Abfahrtszeit des Busses hinzuaddieren muss, um zur genauen Erschein-Zeit des Busses zu gelangen.
Wie man sieht, ein durchwegs kompliziertes System. Wenn man dann auch noch die dauernden Verspätungen hinzuaddieren muss, merkt man schnell, dass diese Herumrechnerei zu nichts führt! -Und spätestens wenn nach halbstündigem Warten zwei 15er Busse direkt hintereinander angerollt kommen, kann man sowieso nur mehr den Kopf schütteln….

Dabei sollte man meinen, dass bei dem aggressiven Fahrstil der meisten Busfahrer hier, der Bus wohl ehe überpünktlich kommen muss, als zu spät. In der Stadt gibt es nämlich sogar auf manchen Straßen ganz links (Linksverkehr!) auch noch einen extra Busfahrstreifen, auf dem wir dann immer an allen vorbeirasen können, und im Vorbeifahren schon fast so manchen Radfahrer mitgenommen haben. ….Als wären die Straßen nicht auch so schon schmal genug gibt es hier nämlich auch noch lebensmüde Radfahrer, die oftmals sogar mitten im Stadtzentrum um ihr Leben strampeln – da hilft ihnen auch die neongelbe Warnweste nichts mehr, wenn einfach kein Platz für sie auf der Fahrbahn ist.

Der einzige Vorteil, der mit jetzt bezüglich der Dublin Busse einfällt ist jener, dass man in den Bussen auch essen und trinken darf – was in Österreich ja strengstens verboten ist. Das war’s aber auch schon wieder mit den Vorteilen.

Achja, zu erwähnen ist hier auch noch, dass mich mein Monatsticket 73 Euro kostet. Und das für diesen Service.
Gelegenheits-Fahrgäste zahlen für ihr Ticket zwischen 1,05 und 1,70 Euro, je nachdem, wie weit sie fahren wollen. Auch hier hat sich das Dublin Bus-Office ein raffiniertes System überlegt, um an mehr Geld zu kommen:
Bei den Dublin Bussen gibt es kein Retourgeld. Man kann generell nur mit Münzen zahlen, und das, was man zuviel in diese „Münzzählmaschine“ wirft, bleibt auch dort drinnen. Das Geld ist aber nicht direkt„verloren“, es ist mehr so, dass man es dem irischen Verkehrsamt „geliehen“ hat, da man zusätzlich zu seiner Fahrkarte auch noch eine „Refund Due“ ausgedruckt bekommt – eine Art Gutschrift. Hierauf steht dann der Betrag, den man zuviel gezahlt hat und weiters die Adresse der Dublin-Bus-Zentrale, wo man mit diesem 30Cent-Zetterl hingehen kann, um sein Geld zurückerstattet zu bekommen.
....Aber wer macht das schon? Sicher, Menschen, die längere Zeit in Dublin verbringen sammeln diese Zetteln und gehen dann gleich mit einem Haufen „Refund Dues“ zur Buszentrale. Aber was machen Touristen? Denen sind läppische 30 Cent egal – wären sie mir, in deren Fall, wahrscheinlich auch. Doch wenn man annimmt, dass so ziemlich jeder Tourist so denkt, summiert sich da schon einiges! ….Und schon hat man eine Einnahmequelle mehr..... ;)

Mittwoch, 26. März 2008

Ein bisschen Stress....

....muss auch mal sein, und tut mir nach dem langen "Urlaub" auch gar nicht mal so schlecht denk ich! ;)

Nachdem ich meinen Marcus am Montag zu Mittag noch ins Stadtzentrum zum Airlink begleitet habe, ging's zuhause dann gleich mal ans Lernen! Am Freitag schreibe ich ja mein erstes/letztes und somit einziges Exam hier *gg* -und das in Economics. Stoff ist mittelmäßig schwer - man muss zwar was lernen, aber dann sollte es schon gut schaffbar sein!

Demnach bin ich jetzt schon seit Montag Abend tüchtig am Demand - und Supply - Curves verschieben, und arbeite parallel auch noch an meinen zwei letzten ausständigen Assignments für "Management Accounting 2" und für "Advanced Financial Accounting", die ich beide nächste Woche abgeben muss!
....Somit habe ich dann mein viertes Semster am nächsten Freitag, 4. April, abgeschlossen! -Lustig irgendwie *gg*

....Und damit dieser Blogeintrag nicht völlig Foto-los bleibt, habe ich dieses Foto herausgesucht, das ich am 10.3. (jaja, bei mir sind alle Alben genau datiert) gemacht habe!
Der Himmel hier in Dublin ist echt oft toll zum Anschauen! - Mittlerweile habe ich schon recht viele Fotos mit den verschiedenfarbigsten Wolken in den verschiedensten Formen usw. *gg*

Sonntag, 23. März 2008

Am Ostersonntag zum Malahide Castle

Heute haben wir einen Ausflug zum Malahide Castle gemacht! Das heißt: Aufbruch um halb 1 in die Stadt, dann ein schnelles Mittagessen - "Hot chicken wrap" vom Spar - und dann auch schon wieder weiter mit dem Dart! Der Zug nach Malahide geht in die gleiche Richtung wie der nach Howth - also die Küste nach Norden hinauf.
Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, weil es nicht geregnet hat, wie eigentlich vorhergesagt worden war.

Auf dem Foto links seht ihr das Bahnhofschild von Malahide. Die Schrift unter dem "normal" geschriebenen "Malahide" ist der Ortsname auf Gälisch. (In Irland muss so ziemlich alles im öffentlichen Bereich immer zweisprachig angeschrieben sein - also englisch und gälisch. -Also diverse Bodenmarkierungen im Straßenbereich, die Anzeigetafeln auf den Bussen, Ortstafeln, usw. werden alle doppelt angeschrieben, um das schon in der Schule verpflichtend gelernte Gälisch nicht noch mehr zu verlernen und es somit vor dem "Aussterben" zu bewahren.)
Um 2 herum waren wir dann in dem kleinen Küstenort Malahide!

Der Park zum Castle hat gleich ziemlich beim Bahnhof begonnen, also waren wir schon nach wenigen Schritten dort!
Wie eigentlich alle Parks in Irland, die ich bis jetzt gesehen habe, war auch dieser sehr gepflegt, und überall haben Märzenbecher und Narzissen geblüht (siehe Fotos)! Nach einem kurzen Spaziergang durch den Park waren wir auch schon beim Castle angelangt:
Der adrette Seebadeort Malahide ist ein unterhaltsamer Ausflug, vor allem für Familien mit Kindern.
Malahide Castle wurde 1185-1976 von der Familie Talbot durchgehend bewohnt. Einzigartig sind der Eichensaal mit originaler Wandvertäfelung aus dem 16. Jahrhundert sowie die mittelalterliche Great Hall, in der am Morgen der Schlacht am Boyne 14 männliche Talbots das letzte Frühstück ihres Lebens einnahmen. (...)
Auf dem Schlossgelände befinden sich die Talbots Botanical Gardens, die vom letzten Talbot Lord Milo im 20. Jahrhundert angelegt worden sind (...). (Dumont direkt - Reiseführer)

.....und für all jene, die lieber englisch lesen:

Malahide Castle, set on 250 acres of park land in the pretty seaside town of Malahide, was both a fortress and a private home for nearly eight hundred years. The Talbot family lived here from 1185 to 1973, when the last Lord Talbot died.
The house is furnished with beautiful period furniture together with an extensive collection of Irish portrait paintings, mainly from the National Gallery. The history of the Talbot family is recorded in the Great Hall, with portraits of generations of the family telling their own story of Ireland's stormy history. One of the more poignant legends concerns the morning of the Battle of the Boyne in 1690, when fourteen members of the family breakfasted together in this room, never to return, as all were dead by nightfall.
(Internet)

Das Castle hat im Verhältnis zu dem echt riesigen Park klein gewirkt. *gg* ...Hat aber auch etwas gehabt, dieses kleine Castle und davor eine riiiiesige Grünfläche!
Ein Führung haben wir natürlich auch gleich gemacht, und trotzdem Ostersonntag war - oder vielleicht gerade deswegen - war dort einiges los! Alle 10-15 Minuten haben neue Führungen begonnen.

Um halb 3 sind wir also die Treppen im Castle hochgestapft. Die Führung war mittelmäßig, nachdem wir nicht eine Führung im eigentlichen Sinn hatten. -Wir waren etwa 10-15 Leute, die immer in einem Raum gestanden sind, den aus Lautsprechern kommenden Erklärungen über den jeweiligen Raum gelauscht haben, um dann wieder in den nächsten Raum weiterzuziehen. Das war zwar auch sehr informativ, und man hat auch alles aufgrund der guten Akustik sehr gut verstanden, allerdings wäre mir ein "echter" Führer bei weitem lieber gewesen!

Naja, die Führung hat etwas über eine halbe Stunde gedauert und danach sind wir dann noch eine kleine Runde durch den Park gegangen. Geregnet hat es noch immer nicht, also haben wir das mal ausnutzen müssen. ;)
Bei unserem Rundgang sind wir auch auf diese "Parkordnung" gestoßen (siehe Foto links). Lest euch das mal durch - voll lustig, weil da genau aufgelistet ist, welche speziellen Hunderassen neben einer Leinenpflicht auch noch die Pflicht zum Beisskorbtragen trifft bzw. die Verordung, dass alle Footballspiele spätestens eine halbe Stunde vor Parkschließung beendet sein müssen! *gggg*
Die Talbot Botanical Gardens sind leider noch geschlossen gewesen - erst im April oder Mai werden sie wieder für Besucher zugängig gemacht.

Nach dieser Runde durch den Park sind wir dann um 4 herum schon wieder im Dart gesessen. -War also ein nicht allzu langer Ausflug, was aber recht angenehm war nach den letzten 2 Tagen, die doch etwas anstrengender waren....

Jetzt werden dann noch ein bisschen was essen, schnapsen, trinken, Film schauen,... - mal schaun, was sich alles ausgeht!
.........Wünsche euch allen Frohe Ostern!! :)